Seit 2003 nutzt das Landesmuseum Koblenz das Festungsgebäude „Contregarde rechts“ für die Dauerausstellung „Geborgene Schätze – Archäologie an Mittelrhein und Mosel“. Sie präsentiert in einer kleinen, aber hochkarätig bestückten Schau eine gezielte Auswahl der bedeutendsten archäologischen Funde der zurückliegenden Jahrzehnte in der hiesigen Region.
Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert – beginnt beim „homo erectus“ vor ca. einer Million Jahre und endet in der frühen Neuzeit vor etwa 500 Jahren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den verschiedenartigen Techniken, die der Mensch entwickelte, um sein Überleben in der Natur zu sichern. Viele Exponate dokumentieren zugleich, dass schon sehr früh künstlerischer Gestaltungswille die äußere Form bestimmte.
Unter den Exponaten finden sich nicht wenige außerordentliche Einzelstücke. Zeugnis vom Entwicklungsweg der Menschen an Rhein und Mosel geben beispielsweise
- die Schädelkalotte eines Neandertalers, gefunden bei Ochtendung in der Eifel.
- eine der Venus-Statuetten aus der eiszeitlichen Jagdstation bei Neuwied-Gönnersdorf, die wegen ihrer reichen Funde eiszeitlicher Kunst bekannt geworden ist.
- ein in Bronze fein gearbeiteter Stier aus keltischer Zeit.
- eine kunstvolle Bügelfibel aus der Völkerwanderungszeit.
Im Zentrum der archäologischen Funde aus der Römer-Epoche steht ein besonderes Relikt: die in Niederbieber (bei Neuwied) geborgene römische Legionsstandarte in Form eines aus Kupferblech getriebenen Drachenkopfes. Eine Römer-Standarte dieses Aussehens konnte bislang sonst nirgendwo nachgewiesen werden.
Unter dem Titel „Der aktuelle Fund“ sind die landesarchäologischen Außenstellen aus Koblenz, Mainz, Speyer und Trier im BUGA-Jahr zu Gast im Landesmuseum Koblenz.


