Ob als kultischer Platz des Übergangs in eine andere Welt oder als Ort der Trauer und des Trostes, der Würdigung und des Gedenkens: In den meisten Epochen und Kulturen wenden die Menschen beträchtliche Mühen und Fantasie auf, die Gräber ihrer Verstorbenen angemessen auszugestalten. In Anlehnung an die jeweiligen Jenseits-Vorstellungen, Glaubensgrundsätze und Zeit-Ästhetiken entstehen so letzte Ruhestätten unterschiedlichster Ausprägung. Vielfach verbinden sich dort bearbeitetes Holz, Stein, Metall mit kultivierter Natur. Das macht Gräber und Friedhöfe über ihren ureigentlichen Zweck hinaus stets auch zu historischen Zeitzeugen einer besonderen Form der Gartenkultur wie der Kultur- und Geistesgeschichte generell.
Die Sonderausstellung „Mein letzter Garten – 10.000 Jahre Grabkultur an Rhein und Mosel“ in der Landbastion der Festung Ehrenbreitstein ist ein Novum für Rheinland-Pfalz. Erstmals werden archäologische Grabfunde aus allen Landesteilen und aus sämtlichen historischen Epochen zusammengeführt. Eingebettet in die Darstellung der allgemeinen Grabkultur-Geschichte, zeigt die Schau einen chronologischen Querschnitt durch die Eigenheiten und das Typische der Bestattungskultur vom Neolithikum bis in die Gegenwart auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz. Dies geschieht anhand zahlreicher, teils noch nie ausgestellter Fundstücke sowie originalgetreuer Rekonstruktionen auf Basis archäologischer Befunde.

Ausstellungen in der Festung > Mein letzter Garten - 10.000 Jahre Grabkultur an Rhein und Mosel
Mein letzter Garten – 10.000 Jahre Grabkultur an Rhein und Mosel
Fotobuch
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Fotos: Ulrich Pfeuffer, GDKE

