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Dachgarten  Bild: Ulrich Pfeuffer, GDKE
Ausstellungen in der Festung > Zeitgärten auf den Dächern der Festung

Archäologische Zeitgärten auf den Dächern der Festung

Lässt sich für das Gelände der Festung Ehrenbreitstein eine 5000-jährige Besiedlung nachweisen, so reichen die Spuren menschlicher Aktivität an Mittelrhein und Mosel noch wesentlich weiter zurück. Im Zuge der aktuellen Erschließung und Generalsanierung der Festung Ehrenbreitstein sind auf dem Dach der Contregarde rechts – also über der Dauerausstellung „Geborgene Schätze – Archäologie an Mitterhein und Mosel“ – unter dem Titel „Archäologische Zeitgärten“ drei historische Themengärten zu unterschiedlichen Epochen angelegt worden.

Der historisch am weitesten zurückgreifende Teil dieser „Zeitgärten“ führt in die steinzeitliche Übergangsphase von umherstreifenden Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern und deren Anbau erster kultivierter Getreide- und Gemüsesorten. Der zweite Zeitgarten ist den Römern am Rhein gewidmet. Was haben sie wie angebaut, in ihren Speiseplan integriert oder für Hausapotheke und Körperpflege genutzt? Fragen, auf die auch der sich anschließende mittelalterliche Bauerngarten für die Menschen seiner Zeit eine Antwort versucht.

Daran schließt sich auf dem Dach des Ravelin ein Selbstversorger-Garten aus den 1950er-Jahren an. Im konkreten Fall gehörte der Garten tatsächlich zur „Wohnung Suderland“ –  der letzten verbliebenen Wohnstätte aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, als viele ausgebombte Koblenzer in der Festung vorübergehend Unterkunft fanden. Die Wohnung Suderland ist jetzt in ihrem 50er-Jahre-Zustand wieder hergestellt worden, ebenso der Garten, in dem die Familie Suderland damals Lebensnotwendiges anbaute.

Fotobuch

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Fotos: Ulrich Pfeuffer, GDKE


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